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3. Wie lange dauert eine Therapie bei Ihnen?

Ich möchte Sie nicht aus Ihrem Leben hinaus jahrelang in einen künstlichen Lebensraum stellen, aus dem Sie sich nach Ende der Therapie erst wieder befreien müssten und zu der es keine Nachsorge gibt.

 

Nachsorge gibt es in meiner Praxis sehr wohl. Ihre Lebenszeit ist zu kurz, als dass ich das Recht hätte, 150 oder 220 Sitzungen stundenlang redearm mit Ihnen zuzubringen. Ich bevorzuge das lebhafte Gespräch, in dem Sie schnell darauf kommen, dass Selbstverantwortung auch Ihren Heilungsprozess beschleunigt.

 

Ich nehme im Heilungsprozess auf Ihre wirtschaftlichen Verhältnisse Rücksicht. Dies geschieht aber nicht durch standardisierte Nachlässe und Sonderkonditionen, die nur die Scham der direkten Geldleistung fortsetzen und mir juristisch verboten wären, sondern durch individuelle Zeitgeschenke in laufenden Sitzungen, die sich aus gemeinsamer erarbeiteter therapeutischer Notwendigkeit ergeben mögen.

 

Schon der Psychoanalytiker Lacan wurde aus seiner Berufsvereinigung ausgeschlossen, weil er es gewagt hatte, Sitzungen verschieden lange dauern zu lassen, wenn dadurch das therapeutisches Lernen verstärkt wurde.

 

Ich verlängere manchmal die Sitzungen um 10 oder 15 Minuten, indem ich vorsorglich die Nachvollstunde freihalte. Dabei gilt weiterhin, dass es auch dann um meine Lebenszeit geht, da das eingenommene Honorar mich ernähren soll.

 

Um die Generationsgrenzen einzuhalten, zahlen Eltern immer für ihre Kinder. Sie spüren irgendwann, dass es während der Therapie auch um sie geht, denn die Kinder sind aus Ihrem Fleisch und Blut.  Für ein Kind ist Therapie niemals Therapie, sondern Spiel. Das soll es bleiben.

 

Für Erwachsene in Therapie soll es wieder ein Spiel werden, ein Lebensspiel in Selbstverantwortung!