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Praktische Behandlungsphilosophie

 

Was geschieht in einer Gesprächstherapie praktisch? Bleiben Sie Herr Ihrer Sinne und Entscheidungen? Ja, denn ich wende in meinen Behandlungen die sokratische Fragetechnik ein. Alle Fragen, alle Antworten, die in der Therapie auftauchen, werden wieder und wieder durchgearbeitet. Von außen gesehen hörte sich alles wie ein stilles, freundliches Gespräch über Themen an, die alle angehen. Wichtig ist es dabei nicht zu erfahren, wie "klug" der Therapeut ist, oder wie welterfahren der Klient, wichtig ist es hingegen, den das Gespräch begleitenden Gefühlen höchste Aufmerksamkeit zuzuwenden. Für beide Seiten. Sokratische Therapie ist also Gefühlsentdeckungsarbeit. Gefühle sind Erinnerungen an Handlungen, die uns sprachlich zunächst nicht zugänglich sind. Zu guter Letzt sind Gefühle auch die Basis für andere Erlebnisweisen. Die höchste Erkenntnisform, die Sie in einer Therapie für Ihr weiteres Leben erreichen können läßt sich in zwei Worten ausdrücken: Erkennenkönnen und Erkanntwerden!

 

Zur Behandlungsphilosophie gehört auch die Honorierung meiner Dienstleistung. Im Erstgespräch erörtern wir den lebensgeschichtlichen Zusammenhang zwischen meinem veröffentlichten Honorar und Ihren privaten wirtschaftlichen Möglichkeiten eine Therapie zu finanzieren. Zur Vorbereitung eines therapeutischen Arbeitsbündnisses planen Sie von Anfang an selbstverantwortlich. Selbstverantwortlich und nicht fremdverantwortlich.

 

Das holt Sie aus der Kind-Position heraus, anonym etwas "geschenkt" zu bekommen, ohne zu wissen, von wem und warum. Sie werden deshalb an sich eine Arbeitslust bemerken, denn niemand hindert Sie daran, selbst zu bezahlen. Es gibt keine Bedingungen, deren Tragweite Sie erst NACHHER erfahren. Schon LACAN war der Meinung, dass eine Psychoanalyse selbst zu bezahlen sei. Um wieviel mehr gilt das für eine Gesprächstherapie!

Bitte beachten Sie, dass Familientherapie mit abwechselndem Einzel- und Gruppensetting, Atem- und Sprechtherapie sowie Paarberatung und Ehetherapie (Ehe ist gleich: Bündnis aus zwei Familien in der Innenwelt des Paares) in keinem Fall von einer Krankenkasse angeboten werden, weil öffentlich finanzierte Kassen keinen Zusammenhang zwischen der sozialen Gruppen- und Familienzugehörigkeit eines Menschen und seiner "individuellen" psychischen Erkrankung als finanzierbar anerkennen.

 

Eine Kindertherapiestunde von 50 Minuten kostet 65,- €, 50 Minuten Erwachsenentherapie kosten 70,- € (Honorarstand ab 01.04.2017)

Für Kinder: Ich versuche, den Weg von der ungebundenen Phantasie zur sozialen Realität mit Ihrem Kind spielend nachzuempfinden. Kinder sind außerordentlich begabte Diagnostiker ihres eigenen inneren Lebens. Ihre Ideen und Vorstellungen sprudeln nur so hervor. Kinder spüren, ob sie dem Erwachsenen, mit dem sie spielen, vertrauen können. Der größte Ernst im Leben eines Kindes ist das Spiel. Es bereitet seine Zukunft als Erwachsener vor! Als Therapeut beobachte ich aufmerksam, was im Kinderspiel passiert. Ich versuche dem Kind das Gefühl zu geben, in seiner Welt von mir verstanden worden zu sein. Das fühlt das Kind an meinem Spiel mit ihm.

Für Erwachsene: Tritt in Ihrem Leben eine Gefühlshandlung besonders stark hervor, wird sie wegen ihrer Kraft im sozialen Umfeld als unangemessen verurteilt. Das macht Sie ratlos. Dabei ahnen Sie nicht erst im Verlauf der Therapie, dass das, was in Ihren Lebensäußerungen von Anderen abschätzig beurteilt wird, in Ihrer Lebensgeschichte eine sinnvolle Antwort auf ein erschütterndes szenisches Geschehen mit anderen Menschen gewesen war.

 

Schreiben Sie Ihre Lebensgeschichte "rückwärts" neu! Ich helfe Ihnen, das durchzuhalten, was Sie meinen an sich nicht aushalten zu können! In der therapeutischen Beziehungsarbeit deuten Sie Ihr Lebensziel neu. Dafür ist Zeit. Es gibt in Ihrem Leben nichts Sinnloses, es gibt nur unverstandenen Sinn!

 

Erleben Sie die FREUDE über das wiedergewonnene Erstaunen in Ihrem Leben und seine sinnvollen Möglichkeiten.

Mein Augenmerk gilt wie nebenbei der therapeutischen Bearbeitung traumatischer Ereignisse:

 

  1. Kriegs- und zivile Gewalterfahrungen sowie das Zusammenleben mit Kriegs- und Zivil- Gewalterfahrenen in einer Partnerschaft, im Beruf und bei sozialen Aktivitäten,

  2. schwere Unfälle, das unverletzte Erleben schwerer Unfälle und von Naturgewalten, das therapeutisch meist nicht beachtet wird, weil es keine personalisierte Gewalt darstellt, sowie

  3. die personalisierte Gewalt aller Schattierungen mit ihren Auswirkungen bis in die dritte Generation. Die individuelle Geschichte erlebter Gewalt wird buchstäblich "vererbt". Das spüren noch die Enkel, die wegen unklarer Symptome in die Sprechstunde kommen!


Sie fragen was Gewalt ist? Gewalt ist das sprech- und denkunfähige Außersichsein nach Überflutung des eigenen Körpers durch unverständliche, sehr große Angst auslösende Sinneseindrücke.

 

Und noch etwas: Sie sehen an meiner Beschreibung, dass ich nicht nach staatlich zugelassenen Symptomen mit ihren Definitionsvorgaben des ICD - 10, ICD - 11 suche, sondern nach sozialen Großereignissen, auf die SIE sich einen Reim zu machen versuchen. Therapie ist es also, sich "einen Reim darauf zu machen", um selbständig zu verstehen, was Ihnen geschah. Wenn das dann manchmal mit der ICD - 10 Definition übereinstimmt, bitte sehr.

 

Ziel ist die Auflösung traumatischer lebensgeschichtlicher Ereignisse durch psychodramatische Inszenierungen bei genauer Beachtung physiologischer Selbstbeobachtungen während der Inszenierung.

Sie werden jetzt festellen, dass mein Angebot KEIN Spezialistenangebot ist. Das ist richtig. Ich bin psychotherapeutischer Generalist. Ich bearbeite scheinbar unzusammenhängende Lebenshemmnisse, keine einzelnen Symptome.

 



Was in der Erwachsenentherapie geschieht:

 

Seien Sie so mutig, sich Ihres eigenen Gefühls und eigener Körper-empfindungen aus Kinderzeiten ALS EINER ART ARBEITSWEG zu bedienen! Es geht beim szenischen Miteinander darum, sich sprachlich und spielhandelnd auszutauschen.

 

Nicht nur die Sprache ist ein ausdrücklich zulässiges Mittel, sondern auch das szenische Agieren, wozu auch eine Liebes- oder Vertrauens-empfindung gehören mag, denn die Interaktionsmuster in den ersten eineinhalb Lebensjahren gehen in das Gedächtnis ein, sind aber aus hirnorganischen Gründen dem sprachlichen Ausdruck entzogen.

 

Wir sind ja auch noch später sprachlos, wenn wir ohne Bedingung geliebt werden. Und noch etwas: es geht NICHT darum, dass Sie erkennen, welche Symptome Sie haben. Es geht darum, dass Sie auf dem Weg der Wortarbeit Geborgenheit erleben. Danach finden Sie zu IHREM Zustand auch die passenden eigenen Worte; die Symptome waren dann Fremdbeschreibungen, die Sie nichts mehr angehen.

Wir haben ein Körpergedächtnis, das sich in Gesten, Stimmlagen und Körperhaltungen anzeigt. Es ist vom Erwachsenen-Ich abzurufen und sprachlich in Gebrauch zu nehmen. Danach, aber wirklich nur danach hat auch die Psychoanalyse wieder Recht, denn die Situierung unseres Körpers während wir Dramatisches erleben, ist ein zuverlässiger Gedächtnisanker im Unbewussten. Dieser Anker kann gehoben werden! Dann können wir wieder "Fahrt aufnehmen".

Zum Schluss: Wer meint, er müsse nach dem Durchlesen dieses Textes erst etwas lernen, um therapiefähig zu sein, sei beruhigt: Ein ständig zu überprüfendes Bildungsniveau gilt nur für mich, denn wer als Therapeut ganz einfach sein will, muss viel lernen.

 

Deshalb kommen Verkäufer, Gärtner, Bäckereiausfahrer und Putzkräfte genauso gerne in meine Praxis wie Techniker, Lehrer, Juristen und Sozialarbeiter. Vor allen diesen Menschen beiderlei Geschlechts möchte ich wahr und klar reden und präzise ihre und unsere Gefühle erkennen. Klarheit und Präzision machen jedoch viel Arbeit!

 

NEUIGKEIT:

 

 

 

 

 

 

BITTE LESEN SIE NACHFOLGENDEN TEXT:

 

Erich Maria Remarque: Die Nacht von Lissabon. Dort wird eindringlich beschrieben, wie ein in Deutschland politisch verfolgter Mann heimlich wieder nach Osnabrück reist, um seine Ehefrau wiederzusehen.